Planspiel-Entwicklung
I. Zur Verfügung stehender Zeithorizont
Einerseits beeinflußt der zur Verfügung stehende Zeithorizont die
gesamte Entwicklung eines Planspiels in technologischer Hinsicht, andererseits
ist auch die angestrebte zeitliche Länge des Planspiels von Bedeutung.
Denn für
Planspiele, die lediglich als ergänzender, integraler Bestandteil eines Seminars
angewendet werden, sind andere Planspielarten von Vorteil, als für Planspiele,
die als zentraler Bestandteil für mehrtägig angesetzte Planspielseminare
fungieren.
Der zur Verfügung stehenden Zeithorizont zur Planspielentwicklung limitierte
neben der Methodik auch die Art des Planspiels. Ganz allgemein lassen sich
Planspiele in drei Formen klassifizieren:
-
Brettplanspiele,
-
Fallstudien/Rollenspiele,
-
computergestützte Planspiele.
Ist der Zeitrahmen für die Planspielentwicklung knapp kalkuliert,
so
ist z.B. die zeitaufwendige Entwicklung eines computergestützten Planspiels (c.)
kaum noch möglich. Darüber hinaus beschränkt aber auch die zur Verfügung
stehende Zeit des Planspiels (integraler Einsatz vs. zentraler Einsatz) die
Anwendung, da für computerbasierte Planspiele immer eine Einarbeitungszeit
berücksichtigt werden muß. Aufgrund der zu vermittelnden Lehrinhalte muß daher
bereits in der Konzeptionsphase unter Berücksichtigung der genannten
Parameter der Einsatz der unterschiedlichen Planspielarten geprüft werden.
So
kommt der Einsatz eines reinen Brettplanspiels (a.) häufig nur dann in Frage,
wenn die gewünschten Effekte rudimentär, zeitlich verdichtet und außerdem nicht an alle
Seminarteilnehmer gleichzeitig vermittelt werden können.
Fallstudien/Rollenspiele (b.) integrieren je nach Konzept nicht immer alle
Seminarteilnehmer und lassen sich häufig nur als integrales Planspiel anlegen,
da die inhaltliche Ausrichtung (Dramaturgie) meistens nicht umfangreich genug
ist, um ein mehrtägiges Seminar zu füttern. Daher bietet es sich auch an hybride
Planspiele (Typ a. + b.) zu entwickeln. Dabei handelt es sich oftmals um
rollenspielbasierte Planspiele, welche zusätzlich auf diverse Elemente von
Brettplanspielen (a.) zurückgreifen. Dieser hybride Planspieltyp integriert
neben affektiven und kognitiven Aspekten - wie sie in Rollenspielen (b.)
besonders betont werden - auch die haptischen Elemente eines Brettplanspiels.
II. Die Methodik des angestrebten Wissenstransfers
Die Frage auf welche Art und Weise das Wissen in einem Seminar vermittelt
werden soll, gliedert sich dabei wie folgt auf:
-
Frontal-Seminar
-
Workshop
-
Gruppenarbeit
-
Fallstudie
-
Rollenspiel
-
Planspiel
Je nach eingesetzter Methodik (beginnend bei 1. und aufsteigend zu
6.) lassen sich diverse Effekte signifikant feststellen.
-
So steigt z.B. die
„Parallelität von Seminarinhalten“, da durch das Learing-by-doing-Prinzip
gleichzeitig unterschiedliche Lehrinhalte vermittelt werden können, während beim
Frontalseminar Inhalte lediglich seriell vermittelt werden müssen.
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Auch steigt
der „Grad an Realitätsbezug“ sowie der „Grad an Komplexität“ der angebotenen
Lehrinhalte was nachhaltig die Umsetzungseffizienz erhöht.
-
Die „steigende
Interaktion“ der Seminarteilnehmer untereinander sowie mit dem Seminarleiter
erhöht abermals die Effizienz durch die damit verbundenen gruppendynamischen
Effekte.
III. Aktivierte Sensorik
Der Lerneffekt von Planspielen ist von vielen Punkten abhängig, doch hat sich in
unserer nunmehr über 20-jährigen Planspielerfahrung herausgestellt, daß das
Learing-by-doing-Prinzip für sich allein kein Selbstläufer (mehr) ist und auch
hier gewisse „Verstärker“ den Lernerfolg sichtbar steigern. Dabei geht es um die
oben beschriebene, omnisensorische Vermittlung von Wissen (affektiv, kognitiv, lokomotiv und haptisch), um den theoretischen Input des Planspiels praktisch und
multisensual erlebbar zu gestalten.
Auf Wunsch konzipiert und entwickelt ULYSSES in enger Zusammenarbeit mit den
Auftraggebern individuelle, speziell auf die Anforderungen bestimmter
Unternehmen oder Unternehmensbereiche zugeschnittene Planspiele gemäß dem oben
vorgestellten Prinzipien.
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