BERYLLA Dienstleistungsplanspiel
Management
Die komplexe Wiedergabe des Dienstleistungs-Unternehmens fordert von den Teilnehmern ein getrenntes Management
der Abteilungen Beschaffung, Verkauf / Veredelung, Personal, Werbung sowie Rechnungswesen und Finanzen.
Ziel: Die Teilnehmer müssen lernen sich zu strukturieren, zu koordinieren und zu organisieren um letztlich schlagkräftig und effizient zu wirtschaften. Eine Selbstorganisation bzw. der häufig festgestellte Effekt, daß
Alle alles machen wollen, stößt hiermit an seine Grenzen.
Beschaffungspolitik
Maximal sechs „Lieferanten/Erzeuger“ stehen zur Auswahl um maximal
sechs Basisleistungen zu unterschiedlichen Konditionen weiterzugeben. Dabei
bestehen zahlreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Lieferanten, die
vor allem die Angebotspalette und die Wirtschaftlichkeit der virtuellen
Unternehmen beeinflussen.
Ziel: Die Teilnehmer werden mit den ökonomischen Unterschieden und
den strategischen Konsequenzen einer festvertraglichen
Lieferanten/Erzeuger-Bindung sowie einer variabel und freien Anbieterwahl
konfrontiert.
Absatzpolitik
Maximal sechs Basisdienstleistungen können an maximal drei
Zielgruppen verkauft werden. Dabei können die Basisdienstleistungen noch
durch maximal zwölf unterschiedliche Zusatzleistungen, die wiederum provisioniert
oder nicht provisioniert sein können, weiter veredelt werden. Diese Vielzahl an individuellen Kombinationen von Markt-Leistungs-Strategien ermöglichen und unterstützen eine
selektive Absatzpolitik in einer breiten Vielzahl an Varianten mit all ihren Konsequenzen.
Ziel: Die Teilnehmer sollen lernen, sich durch diverse Absatzstrategien im Markt zu positionieren,
Zielgruppen zu akquirieren, ein für ihr Unternehmen wirtschaftlich
profitables Portfolio zu entwickeln sowie der Konkurrenz schlagkräftig zu begegnen und in konsistenter Abstimmung mit dem Kommunikations-Mix zu agieren.
Kommunikations-Mix
Die detaillierte und anschauliche Darstellung verschiedener Werbegattungen
(Fernsehen, Rundfunk, Tageszeitung, Monatszeitung, Plakate/Sichtmedien,
Direkt-Mailings) soll den Realitätsbezug unterstützen. Werbepreise, Reichweiten, Bevölkerung und Infrastruktur basieren auf
Realdaten existierender Werbegattungen. Innerhalb der Werbegattungen
stehen wiederum je drei Werbemedien zur Verfügung, die sich durch unterschiedliche
Zielgruppenansprachen differenzieren.
Ziel: Den Teilnehmern werden durch die Realdaten die Besonderheiten
der zielgruppenspezifisch gestalteten Werbemaßnahmen verdeutlicht. Außerdem
wird das Verhältnis zwischen Werbeaufwand und Werbeerfolg transparenter gemacht.
So lernen die Teilnehmer ihr eigenes Werbebudget sinnvoll und angemessen zu bestimmen und
nicht nur intuitiv als Restgröße zu planen.
Personalmarkt
Die Simulation des Arbeitsmarktes ist bahnbrechend.
Alle fingierten Arbeitnehmer agieren individuell. Sie charakterisieren sich beispielsweise durch unterschiedliche Ausbildungsniveaus, verschiedene Qualitäten und Motivationen. Im Zeitverlauf entwickeln sie eigene Wünsche sowie hilfreiche und kritische Ansichten und äußern spezielle Meinungen zur aktuellen Unternehmensentwicklung. Sie beeinflussen sich gegenseitig, entwickeln soziale Beziehungen und können auch die informelle Führungsstruktur des Unternehmens beeinflussen.
Ziel: Durch die individuelle Simulation jedes einzelnen Arbeitnehmers entwickelt sich häufig eine Art Beziehung der Teilnehmer mit ihrem Personal.
Die Personalentwicklung im eigenen Unternehmen wird transparenter und
nachvollziehbarer. Personalentscheidungen wie Kündigungen, Überstunden, Urlaubsvergabe etc. werden dadurch wesentlich
offener und verständnisvoller betrachtet. Hier zeigt sich oft, daß die Teilnehmer mit ihrem Personal genau in der Art und Weise verfahren, wie sie es für sich selbst nicht wünschen würden.
Kostenrechnung
Zwei mehrstufige Deckungsbeitragsrechnungen geschlüsselt nach Leistungen
und nach Zielgruppen sowie umfangreiche Kennzahlen unterstützen eine effektive Unternehmensrechnung und bieten genügend Datenmaterial für Analyse- und Prognoserechnungsverfahren.
Ziel: Die Teilnehmer sollen lernen anhand weniger Schlüsselzahlen die Unternehmenssituation zu überschauen und einzuschätzen. Zusätzlich sollen sie Instrumente kennenlernen, die ihnen bei Bedarf eine
exaktere Unternehmensanalyse ermöglichen.
Konkurrenzforschung
Differenziert ausgestaltete und realitätsnahe Konkurrenz-Forschung fördern das Kosten-Effizienzverständnis und den Wettbewerbsgedanken der Teilnehmer.
Ziel: Die Teilnehmer sollen lernen die eigene Unternehmenssituation im Verhältnis zu den Wettbewerbern
einzuschätzen. Marktforschung ist eine sinnvolle Unterstützung für das
Alltagsgeschäft. Dabei ist es wichtig, den Tradeoff zwischen noch mehr Informationen über die Konkurrenz bzw. den Markt (Kosten!) und deren effektiver Nutzung zu ermitteln.
Kontext
Umfangreiche politische und soziologische Umweltszenarien mit außergewöhnlichen Preisanhebungen, konjunkturellen Einbrüchen, Liquiditäts- und Lieferproblemen und vielen anderen Schwierigkeiten runden die Unternehmenssimulation
BERYLLA ab.
Ziel: Durch die Analyse der aktuellen binnen- und außenwirtschaftlichen Lage soll hier der Spürsinn für Markttrends und die wirklich relevanten Entwicklungen geschult werden.
* Alle Grundstrukturen bei BERYLLAmicro vorhanden, jedoch quantitativ deutlich reduziert
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